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Karpaltunnelsyndrom Düsseldorf

in der YUVEO KLINIK Dr. Schumann

Das Karpaltunnelsyndrom gehört neben der Sehnenscheidenentzündung zur den häufigsten Handerkrankungen in der Handchirurgie. Daher ist es mittlerweile nicht nur jedem Arzt, sondern auch vielen Laien ein Begriff. Hört man sich im Bekanntenkreis, um so findet fast jedermann Menschen dies sich wegen eines Karpaltunnelsyndroms einer Behandlung oder einer Operation unterzogen haben.

 

Das Karpaltunnelsyndrom macht Beschwerden, die in der Medizin unter dem Begriff der ‚brachialgia paresthetica nocturna‘ bekannt ist. Brachialgia heißt so viel wie Armschmerzen, paresthetica bedeutet Hautgefühlsstörung und nocturna heißt in der Nacht. Genauso werden die Symptome meist beschrieben. Die betroffenen beklagen überwiegend nächtliche Schmerzen mit Taubheitsgefühl. Nächtliche Schlafstörungen sind daher oftmals vorhanden. Dennoch können die Beschwerden auch sehr untypisch verlaufen, so dass die Diagnose dann selbst erfahrenen Chirurgen schwer fallen kann.

 

Die Ursache für das Karpaltunnelsyndrom ist eine relative Enge im sog. Karpalkanal. Hier verlaufen der mittlere Handnerv, der N. medianus und im Wesentlichen die Sehnenscheiden. Eine Häufige Ursache dieser Enge ist eine Sehnenscheidenentzündung. Durch diese schwellen die Sehnenscheiden zum Teil enorm an und verursachen einen Druck auf den N. medianus. Dieser kann dann derart gequetscht werden, dass er sich sanduhrförmig verengt und vernarbt. Allein der Druck führt zu den oben beschriebenen Beschwerden beim Karpaltunnelsyndrom. Es gibt aber eine Reihe weiterer möglicher Ursachen für die Einengung des Nerven.

 

Die Behandlung dieser Handerkrankung kann ohne Operation versucht werden. Eine Ruhigstellung und Hochlagerung der betroffenen Hand ist wichtig. Die Ruhigstellung sollte in einer Unterarm-Handgelenksschiene erfolgen. Weiterhin können abschwellende und entzündungshemmende Medikamente eingenommen werden. Wenn trotz dieser Maßnahmen und einer ausgiebigen Schonung keine Erfolge beim Karpaltunnelsyndrom erzielt werden können, dann sollte über eine Operation nachgedacht werden bevor der Nerv stärker oder im schlimmeren Fall bleibend geschädigt wird.

 

Die Operation beim Karpaltunnelsyndrom gehört zum absoluten Standard in der Handchirurgie. Es gibt jedoch viele verschiedene Techniken und Schnittführungen, die zum Erfolg führen. Die Operation kann offen oder geschlossen operiert werden. Offen bedeutet mit einem normalen Schnitt und unter Augensicht. Geschlossen heißt endoskopisch mit Sicht über einen Monitor (sog. Schlüssellochchirurgie). Weiterhin sollte noch der Begriff minimal invasiv beschrieben werden. Dieser bedeutet weniger Verletzung (Trauma) über einen kleinen Schnitt. Dieser kleine Schnitt kann endoskopisch erfolgen oder auch offen. Bei der offenen minimal invasiven Technik wird trotz des kleinen Schnittes unter Augensicht operiert. Mit speziellen Instrumenten ist dieses aber so möglich, dass man mit Schnitten von ca. 1,5cm auskommen kann.

 

Die Nachbehandlung hängt vom Ausmaß des Befundes und somit auch vom Ausmaß der Operation ab.